160 Jahre Mariengymnasium Bocholt – „Wir bleiben am Ball“
Mit einem großen Jubiläumsfest hat das Mariengymnasium Bocholt am vergangenen Samstag sein 160-jähriges Bestehen gefeiert. Unter dem Motto „160 Jahre Mariengymnasium – Wir bleiben am Ball“ kamen mehrere hundert aktuelle und ehemalige Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Eltern sowie zahlreiche Freunde und Förderer der Schule zusammen, um gemeinsam auf die Geschichte des Mariengymnasiums zurückzublicken und gleichzeitig den Blick nach vorne zu richten.
Bereits bei der gemeinsamen Begrüßung machten Schulleiterin Ruth Sonntag und die Schulpflegschaftsvorsitzende Marie Borgers in ihrer gemeinsamen Ansprache deutlich, worum es an diesem Tag gehen sollte: Nicht allein ein beeindruckendes Jubiläum stand im Mittelpunkt, sondern vor allem die Gemeinschaft, die das Mariengymnasium seit 160 Jahren prägt. Das Motto griff dabei nicht nur augenzwinkernd die aktuelle Fußball-Weltmeisterschaft auf – glücklicherweise fand an diesem Samstag kein Deutschlandspiel statt –, sondern verdeutlichte zugleich den Anspruch der Schule, sich stetig weiterzuentwickeln und „am Ball zu bleiben“.
Im Anschluss erwartete die Besucherinnen und Besucher ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm. Celine Ibraimovic und Frederic Puhe aus der Jahrgangsstufe Q1 führten mit Charme und Witz durch den Nachmittag. Für musikalische Unterhaltung sorgten die Schulband, die Band der Jahrgangsstufe Q1 sowie die Ehemaligenband „The Mariens“, während die Theater-AG und die DaZ-Theatergruppe das Publikum mit ihren Beiträgen begeisterten. Zwischen den Programmpunkten blieb genügend Zeit, bei Schulführungen das Gebäude neu oder wiederzuentdecken, Erinnerungen auszutauschen und ehemalige Mitschülerinnen, Mitschüler oder Lehrkräfte wiederzutreffen.
Ein besonderes Wiedersehen feierte die Silber- und die Goldabiturientia der Abiturjahrgänge 2001 und 1976, deren Jubiläum in kleinerem Rahmen mit einem eigenen Programm sowie mit Kaffee und Kuchen - bewirtet von der Jahrgangsstufe Q1 - gefeiert wurde.
Ein weiterer Höhepunkt war die Ehrung der erfolgreichsten Teams beim diesjährigen Stadtradeln. Besonders emotional wurde es, als die im Jubiläumsjahr erradelten Kilometer symbolisch an den im Februar verabschiedeten Kollegen Christoph Hermann übergeben wurden, der das Stadtradeln am Mariengymnasium über viele Jahre mit großem Engagement geprägt hatte. Insgesamt legte das Marien-Team in diesem Jahr beeindruckende 90.489 Kilometer zurück. Auch die fahrradaktivsten Ehemaligen-Jahrgänge wurden ausgezeichnet.
Für viele Lacher sorgte anschließend die Preisverleihung des Malwettbewerbs „Mein schönstes oder bizarrstes Marien-Erlebnis“. Die ausgeschriebenen Preise – darunter ursprünglich ein Block aus abgekratzten Kaugummis, ein historischer Rohrstock oder ein Hausaufgaben-Gutschein – wurden mit viel Humor präsentiert. Am Ende stellte sich heraus, dass genau eine Person am Wettbewerb teilgenommen hatte und somit sämtliche Preise gewann. Herzlichen Glückwunsch auch an dieser Stelle an Jens Habers!
Zum Abschluss des Tages dankten Schulleiterin Ruth Sonntag und ihre Stellvertreterin Maren Lucas den zahlreichen Menschen, die das Jubiläumsfest ermöglicht hatten. Neben Hausmeister Thomas Weintritt, den Moderatorinnen und Moderatoren, der Jahrgangsstufe Q1, den beteiligten Arbeitsgemeinschaften und Bands sowie den vielen Helferinnen und Helfern im Hintergrund galt ein besonderer Dank dem Förderverein und allen Ehrenamtlichen, deren Engagement die Schule seit vielen Jahren bereichert. Auch die aufwändige Organisation der Projektwoche und des Jubiläums wurde ausdrücklich gewürdigt.
Das Jubiläumsfest machte eindrucksvoll deutlich, dass das Mariengymnasium auf eine lange Geschichte zurückblicken kann, seine größte Stärke jedoch in den Menschen liegt, die diese Schule gestern wie heute mit Leben füllen. Viele Begegnungen, Gespräche und gemeinsame Erinnerungen zeigten, dass die Verbundenheit mit dem Mariengymnasium weit über die Schulzeit hinausreicht.
Oder, wie es das Jubiläumsmotto treffend zusammenfasst: „160 Jahre Mariengymnasium – Wir bleiben am Ball.“