Mit Humor, Wertschätzung und vielen Erinnerungen: Das Mariengymnasium verabschiedet Klaus Kohlgrüber und Frederik Steenblock
Es war ein Nachmittag voller Dankbarkeit, Wertschätzung, herzlicher Worte und vieler gemeinsamer Erinnerungen: Mit einer Feierstunde verabschiedete das Kollegium zwei Kollegen, die das Schulleben über viele Jahre geprägt haben. Während Klaus Kohlgrüber nach fast zwanzig Jahren an der Schule in den Ruhestand tritt, wechselt Frederik Steenblock nach zehn Jahren an eine wohnortnahe Schule.
Den Auftakt bildete die Verabschiedung von Frederik Steenblock. Ruth Sonntag erinnerte daran, dass er seit 2016 die Fächer Philosophie und Geschichte und später auch Informatik unterrichtete und trotz einer täglichen Anfahrt von deutlich über einer Stunde stets freundlich, zuverlässig und engagiert zum Unterricht erschien. Mit einem Augenzwinkern schilderte sie die jahrelangen Bemühungen der Schulleitung, seine Versetzungsanträge abzulehnen – nicht aus mangelndem Verständnis für seinen Wunsch nach einem kürzeren Arbeitsweg, sondern weil die Schule auf einen so geschätzten Kollegen nur ungern verzichten wollte.
Neben seiner Tätigkeit als Sicherheitsbeauftragter wurde besonders sein großes Engagement für die Fachschaften hervorgehoben. Der Lehrerrat erinnerte an ebenso informative wie unterhaltsame Sicherheitsbelehrungen und daran, dass Herr Stein als Kaffeebeauftragter zuverlässig für Nachschub sorgte. Die Fachschaften Informatik, Geschichte und Philosophie würdigten seine Geduld, seine fachliche Kompetenz und seinen philosophischen Blick, der Diskussionen – insbesondere über Künstliche Intelligenz – immer wieder bereicherte. Mit Humor wurde auch an seine Geduld beim Zurücksetzen zahlloser vergessener Passwörter erinnert. Herr Steenblock selbst bedankte sich herzlich für die gemeinsame Zeit und betonte, dass er trotz des langen Arbeitsweges jeden Tag gerne ans Mariengymnasium gekommen sei, weil das Kollegium für ihn etwas ganz Besonderes gewesen sei.
Im Mittelpunkt der Feier stand anschließend die Verabschiedung von Klaus Kohlgrüber, der seit 2006 die Fächer Biologie, Geschichte und Katholische Religion unterrichtete. Ruth Sonntag hob hervor, dass ihm schon früh in einer dienstlichen Beurteilung eine außergewöhnlich hohe persönliche Anerkennung und Wertschätzung bescheinigt worden sei – Eigenschaften, die ihn bis heute auszeichneten. Besonders persönlich wurde es in der Rede von Maren Lucas. Ausgehend von der derzeit an der Schule beliebten Lehrerkarten-Sammelaktion erzählte sie mit viel Humor von gemeinsamen Klassenfahrten, von legendären Berlin-Erlebnissen, von Herrn Kohlgrübers trockenem Humor, seiner Bescheidenheit und seiner Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Höhepunkt ihrer Rede war die Übergabe einer eigens gestalteten goldenen „Legendenkarte“ – eine Auszeichnung, die das Publikum mit großem Beifall aufnahm.
Auch die weiteren Beiträge zeichneten ein facettenreiches Bild des scheidenden Kollegen. Der Lehrerrat erinnerte an gemeinsame Klassenfahrten, seine beeindruckenden Kenntnisse der heimischen Vogelwelt und seine stets angenehme Art. Die Fachschaften Biologie und Katholische Religion überreichten einen Apfelbaum mit gehäkelten Bienen – eine liebevolle Anspielung auf seinen langjährigen Einsatz bei den Naturwissenschaftlichen Tagen, bei denen er unzählige Grundschulkinder für Naturwissenschaften begeisterte. Die Fachschaft Geschichte ließ gemeinsame Erlebnisse Revue passieren und würdigte insbesondere die harmonische Zusammenarbeit über viele Jahre. In seiner Dankesrede blickte Klaus Kohlgrüber auf seine verschiedenen beruflichen Stationen zurück und bedankte sich bei allen, die ihn begleitet haben: Kollegium, Schulleitung, Eltern, Schülerinnen und Schüler sowie ausdrücklich auch bei den Sekretärinnen, Hausmeistern und Integrationskräften. Mit viel Humor erzählte er von einem „Zeugnis“, das ihm ein früherer Abiturjahrgang ausgestellt hatte – mit Bestnoten für seine fachliche Kompetenz, aber deutlichem Verbesserungsbedarf beim Kleidungsstil –, sowie von einer Nachtwache in der Schule, die er als junger Kollege anlässlich des 140-jährigen Schuljubiläums übernehmen durfte.
Beim anschließenden Sektempfang klang der Nachmittag in zahlreichen Gesprächen aus. Die Schulgemeinschaft verabschiedete zwei Kollegen, die das Mariengymnasium auf ganz unterschiedliche Weise geprägt haben: Frederik Steenblock mit seiner ruhigen, reflektierten und verlässlichen Art, Klaus Kohlgrüber mit seiner außergewöhnlichen Mischung aus Humor, Bescheidenheit, Engagement und Menschlichkeit. Beide hinterlassen Spuren, die weit über den Unterricht hinausreichen.
Für den neuen Lebensabschnitt wünschen wir ihnen von Herzen Gesundheit, Freude und alles Gute.